150 Tropfen auf den heißen Stein

Grundsätzlich glauben wir nicht, dass sich nur durch bessere Bezahlung alle Mitarbeiter-Probleme des Bäckerhandwerks lösen lassen. Natürlich müssen Bäcker und Verkäuferinnen angemessen bezahlt werden, aber es sind doch auch noch andere Faktoren, die einen Arbeitgeber attraktiv machen. In einem Fall sind wir allerdings der Ansicht, dass mehr Geld auch wirklich hilft – bei den Azubis. Durch den Mindestlohn stellen sich viele Schulabgänger die Frage, ob sich eine Ausbildung überhaupt noch für sie lohnt. Die Branche braucht aber Fachkräfte, die sich zunächst einer Lehrzeit unterziehen. Es gibt junge Menschen, die gerne eine Ausbildung im Bäckerhandwerk machen möchten, sie sich aber buchstäblich nicht leisten können. Deshalb geht die Initiative aus dem Hochsauerlandkreis in die richtige Richtung – nicht nur wegen der besseren Bezahlung von 150 Euro, sondern auch weil die Bäcker in Sachen Ausbildung an einem Strang ziehen. Viele erfolgreiche Betriebe sind übrigens schon einen Schritt weitergegangen und zahlen in Lehrjahr Nummer 2 und 3 und bei guten Leistungen noch deutlich mehr über Tarif als die Sauerländer Bäcker.
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Autor
Dirk Waclawek
Veröffentlicht am 10.10.2021
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