Bedienen ohne Handschuhe: BGN bezieht Stellung

Entscheidend für die Sauberkeit ist eine gute Hygienepraxis, nicht ein Einmalhandschuh. Foto: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe 2021
Überall dort, wo mit Lebensmitteln gearbeitet wird, ist die Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften nicht nur während Corona unabdingbar. Dazu gehört beim Bedienen vielerorts zum Beispiel das Tragen von Einmalhandschuhen – das  denken und erwarten zumindest Verbraucher. Aus hygienischen Gründen ist das allerdings nicht unbedingt notwendig, so die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Im Gegenteil: In einer Pressemitteilung bricht die BGN jetzt eine Lanze für das Bedienen ohne Handschuhe. Handschuhe sollen gar zu nachlässiger Hygienepraxis verleiten. Das feuchtwarme Milieu unter den Handschuhen rege außerdem das Keimwachstum an. Die BGN argumentiert weiter, dass die Haut aufquillt und so ihre eigene Schutzfunktion verliert. Das Resumé: Die Einmalhandschuhe verfehlen das ursprüngliche Ziel und die Haut wird anfälliger für Reizstoffe und Krankheitserreger. Stattdessen gewährleisten richtiges Händewaschen mit hautverträglicher Waschlotion oder Desinfektionsmittel Hygienestandards, heißt es. Beim Kontakt mit leicht verderblichen Lebensmitteln seien Handschuhe jedoch unverzichtbar, um die Haut vor säurehaltigen Inhaltsstoffen zu schützen. Jetzt muss man das nur noch den Verbrauchern erklären. Denn die halten leider Handschuhe weiter für hygienischer.  
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Autor
Franziska Meyer
Veröffentlicht am 09.03.2021
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