Bonpflicht: Unterstützung von der FDP

Der Widerstand des Bäckerhandwerks zeigt etwas Wirkung. Die niedersächsischen Bäcker beispielsweise informieren die Kunden auf ihren Brötchentüten. Foto: BKV Nord 2019
Der Widerstand des Handwerks gegen die Bonpflicht zeigt Wirkung. Oder besser gesagt: etwas Wirkung. Zumindest die FDP ist bereit, das Thema aufzugreifen. Um Rechtssicherheit zu schaffen und die Betriebe vor übertriebener Bürokratie zu schützen, wird die FDP-Fraktion in dieser Woche einen Gesetzentwurf dazu in den Deutschen Bundestag einbringen. Darin fordert sie sie für die Einzelhändler eine großzügige Ausnahmeregelung, die nicht nur Härtefälle umfasst. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Dürr: „Die Regelung zur Bon-Pflicht zeigt die Realitätsferne der Großen Koalition. Auf die Fälschungsgefahr bei digitalen Aufzeichnungen reagiert sie mit analogen Dokumentationspflichten. In einer Zeit, in der wir über mehr Umweltschutz und Nullwachstum diskutieren, belastet die Große Koalition Betriebe mit Bürokratie und Papierwust. Wir Freien Demokraten schlagen deswegen vor, diese Betriebe von der Belegpflicht zu befreien, wenn sie bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen. Wir wollen den hart arbeitenden Menschen in den Bäckereien und anderen Handwerksbetrieben Vertrauen statt Misstrauen entgegenbringen. Nur das kann die Antwort auf eine drohende Rezession sein.“
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Autor
Dirk Waclawek
Veröffentlicht am 11.12.2019
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