Bürokratiewahnsinn wird vorgeführt

Als wir für diese Ausgabe mit Gründerin Yasmin Bantin über ihr Hamburger Café gesprochen haben, erzählte die Unternehmerin unter anderem von den bürokratischen Hürden, die sie in der Gründungsphase regelmäßig zum Stolpern brachten. Bürokratie ist ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite sorgt sie für die notwendige Struktur, die unsere Wirtschaft sicher und vertrauenswürdig machen soll. Auf der anderen Seite stellt sie eine lähmende Last dar, die wertvolle Ressourcen verschlingt. Der damit verbundene Papierkram, aufwendige Antragsverfahren und kompliziertes Behördendeutsch lassen selbst den motiviertesten Unternehmer manchmal verzweifeln. Bürokratie muss sein, aber darf nicht zum Selbstzweck werden. Prozesse sollten effizient, transparent und vor allem praxistauglich gestaltet werden, damit sich unsere Branche auf das konzentrieren kann, was sie am besten kann: Kunden kulinarische Erlebnisse bieten. Um der Politik die branchenübergreifende Bürokratieproblematik nochmals vor Augen zu führen, eröffnete die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Mai ein ganz besonderes Projekt: das Bürokratie-Museum in Berlin. Die Pop-up-Ausstellung stellt auf humoristische Weise den Alltag der deutschen Bürokratie dar, um deren Übermaß zu kritisieren. Im Museum lauern beispielsweise „Gesetzesfallen“ aus Paragraphen, es gibt einen „Warte-Warte-Warte-Warte-Warte-Raum“ sowie ein Schneckenrennen vom Antrag bis zur Genehmigung. Ziel ist es, die Probleme durch übermäßige Bürokratie sichtbar zu machen.
Teile diesen Post
Nichts mehr verpassen? Dann abonniere unseren Newsletter!

Dieses Formular wird durch Google reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen von Google.

Um dieses Formular abzusenden, benötigen wir Deine Zustimmung zur Nutzung von Google reCAPTCHA.
K
Autor
Kristina Tewes
Veröffentlicht am 27.05.2024
Kontaktiere uns
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
+49 (0)541 58 05 44-30
©2026 INGER Verlagsgesellschaft mbH