Das neue Bäcker-ABC – diese Woche: Das Rührei

Ein rationeller, zentral herzustellender Ersatz für das Rührei: Das Rührei-Patty. Foto: Konzeptlounge 2019
Aus Sicht von Wikipedia: Rührei (bundesdeutsches und Schweizer Hochdeutsch) bzw. Eierspeis(e) (österreichisches Hochdeutsch) ist im deutschsprachigen Raum ein einfaches und herzhaftes Gericht aus Eiern, die in einer Pfanne gegart werden. Aus Sicht des Bäckers: Wegen des überschaubaren Wareneinsatzes und seiner Vielseitigkeit lange in der Bäckergastronomie sehr beliebt. Aus Sicht der Filialteams: Insbesondere in schwach besetzten Filialen wegen des Zeitaufwands und der Unterbrechung des Verkaufsvorgangs zunehmend unbeliebt. Kann sich bei Personalknappheit sehr störend auf die Abläufe auswirken. Aus Sicht des Kunden: Sehr beliebt bei Freunden eines gepflegten Rühreifrühstücks. Beim Familienfrühstück wird es grundsätzlich in unterschiedlichen Varianten bestellt, um die rationelle Herstellung unmöglich zu machen („Bitte einmal mit Speck, einmal mit Kräutern, einmal mit Pilzen, einmal Natur). Äußerst unbebliebt bei den Kunden, die hinter den Rührei-Freunden in der Schlange stehen. Führt bei diesen oft zu einem sogenannten DKIMKEBEAB-Verhalten. (Dann-kauf-ich-mein-Käsebrötchen-eben-bei-einem-anderen-Bäcker). Aus Sicht der Bilanz: Anfangs durchaus beliebt, heute zunehmend abgelehnt – nicht zuletzt wegen des DKIMKEBEAB-Phänomens und der Überlastung der Filialteams. Sollte in vielen Filialen – parallel zu einer Vereinfachung des Frühstück-Angebots – aus dem Angebot genommen werden.
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Autor
Dirk Waclawek
Veröffentlicht am 04.06.2023
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