Immer weniger Azubis – die aktuellen Zahlen der Branche

Bundeskanzler Olaf Scholz und Bäckermeisterin sowie Obermeisterin der Bäcker-Innung Berlin Christa Lutum sprechen über die aktuellen Herausforderungen der Branche. Foto: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V 2024
Bundeskanzler Olaf Scholz hat zum Tag des Deutschen Brotes die Bäckerinnen und Bäcker gewürdigt und insbesondere die Bedeutung der Berufsausbildung bekräftigt. Dazu besuchte er eine Berliner Backstube und informierte sich über die derzeitige Lage der Branche. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks gab zu diesem Anlass die aktuellen Zahlen bekannt: Im Jahr 2023 setzte sich der Konzentrationsprozess der Branche fort und die Anzahl der Betriebe sank um 3,8 Prozent auf 9.242. Dabei entwickelte sich die Beschäftigtenzahl rückläufig (-1,4 Prozent) und lag im Jahresmittel bei 235.200. Auch die Anzahl der Auszubildenden ging 2023 um acht Prozent zurück: Im Beruf Bäcker waren es im vergangenen Jahr 3.962 Auszubildende, im Beruf Fachverkäufer 5.901. Dass dennoch viele junge Menschen eine langfristige berufliche Zukunft im Backhandwerk sehen, beweist die gestiegene Zahl der abgeschlossenen Meisterprüfungen: Insgesamt 284 Gesellen traten im Jahr 2023 zur Meisterprüfung an, was einer Zunahme von 7,6 Prozent entspricht. Da im Backhandwerk die Meisterpflicht gilt, können diese Absolventen nun Betriebe übernehmen oder neu gründen. Im Jahr 2023 wagten gleich 401 Meister den Schritt in die Selbstständigkeit.
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Autor
Helen Werner
Veröffentlicht am 07.05.2024
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