Die im Dunkeln

Die Ernennung Dorothee Bärs (CSU) zur Brotbotschafterin hat gezeigt, dass es nicht auf große Namen ankommt, sondern dass es oftmals Mandatsträger aus der zweiten Reihe sind, die sich als die wahren Freunde des Bäckerhandwerks erweisen. Sicher, Bärs Bekanntheitsgrad ist ausbaufähig, und ein Brot hat sie auch noch nie gebacken. Wenn hingegen ein Olaf beim Stand des Zentralverbands auf der Grünen Woche auftaucht, ist ihm die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sicher. Und ein wenig Glanz fällt dann auch auf den ZV ab. Doch bringen solche Gesten in der Sache etwas? Mit Blick auf die aktuelle mittelstandsfeindliche Politik von Scholz und seiner Kabinettskollegen darf das bezweifelt werden. Viel eher also sollte man sich an die unbekannten Abgeordneten halten, nämlich die, die nicht im Licht der Presseöffentlichkeit stehen, sondern im Schatten das in ihrer Macht stehende tun, um weitere Belastungen vom Handwerk fernzuhalten. Aktuell darf man in diesem Zusammenhang Stephan Albani (CDU), Jessica Rosenthal (SPD) oder Anja Reinalter (Grüne) nennen, die sich in der Debatte über das Berufsbildungsvalidierungs- und digitalisierungsgesetz für eine Altersgrenze von 25 Jahren einsetzen. Das Thema ist nur Spezialisten vertraut, die Materie dröge. Um so wertvoller für das Handwerk ist ihr Widerspruch gegen den Plan der Bundesregierung. Abgeordnete wie sie sollten stärker ins Blickfeld der Bäcker rücken. Benno Kirsch Redakteur
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Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 27.05.2024
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