Großbäckertag: Handwerk und Industrie haben einen gemeinsamen Gegner

Das Großbäckerpräsidium, v. l.: Die Vizepräsidenten Alexander Heberer (Fiialbäckereien) und Heike Engels (Lieferbäckereien) mit Präsident Norbert Lötz. Foto: BW / Dirk Waclawek 2026

Aus Handwerksbäckersicht haben Deutschlands Großbäcker ein schönes Leben, schließlich dürfen sie die wachsenden Aufbackstationen des Handels beliefern. Dass das Gras jenseits des Zauns nicht immer grüner ist, wurde jetzt auf der Jahrestagung des Großbäckerverbandes in Hannover deutlich. Ein Grund: Nicht nur die Handwerksbäcker leiden unter einem Rückgang der Brotverkäufe, sondern auch – bei aller Unsicherheit der Statistik – die Großbäcker. Grund: Ein schleichender Wandel der Ernährungsgewohnheiten. Großbäcker-Präsident Norbert Lötz betonte dann auch mehrfach, dass es einer gemeinsamen Anstrengung der ganzen Branche bedürfe, um diesem Trend entgegenzuwirken: „Wir haben hier eindeutig ein gemeinsames Interesse.“ Das betreffe insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit, weil es Influencern und sogenannten Experten in immer stärkerem Maße gelinge, das Ansehen des hochwertigen Grundnahrungsmittels Brot zu beschädigen. Dem müssten Groß- wie Handwerksbäcker mit einer zeitgemäßen und wissenschaftlich fundierten Öffentlichkeitsarbeit begegnen.

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Autor
Dirk Waclawek
Veröffentlicht am 04.10.2026
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