In Österreich gilt bei Energienotstand die Devise „Brot vor Stahl“

Die österreichische Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler (Grüne). Foto: BMK / Cajetan Perwein 2022
In Österreich hält sich die Regierung trotz drängender Forderungen von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung noch bedeckt, wenn es um die Frage geht, wie man mit einem Energienotstand durch ausbleibende Gaslieferungen aus Russland umzugehen gedenkt. Immerhin hat Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einem TV-Interview jetzt angekündigt, dass eine Notlage anhand von fünf Kriterien bewertet werden und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden würden. Dabei würde immer der Grundsatz „Brot vor Stahl“ gelten. Österreichische Bäcker können insofern davon ausgehen, dass ihre Betriebe weiter produzieren können. Ob das für große wie kleine Betriebe gilt, ist aber nicht ausgemacht. Die Ankündigung lässt Spielraum für Differenzierungen.
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Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 13.06.2022
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