Jeder dritte Deutsche „hamstert“

Ein Drittel der Deutschen kauft in der Corona-Krise mehr Lebensmittel als sonst. Foto: IFH Köln 2020
Hamsterkäufe bei Klopapier, Nudeln und Desinfektionsmitteln – ist unter deutschen Verbrauchern Panik ausgebrochen? Beim Blick in den Supermarkt mag sich dieser Eindruck aufdrängen, statistisch lässt er sich nur teilweise belegen. Dass mehr Lebensmittel als zuvor gekauft werden, ist allerdings keine Einbildung. Ein Drittel der Verbraucher hat seine Vorräte in den vergangenen Wochen vergrößert, informiert das Marktforschungsinstitut IFH Köln.

Freiheitsverlust durch Kontaktverbot?

Für eine erste Ermittlung des Konsumverhaltens während der Krise befragten die Analysten 1.000 deutsche Verbraucher. 31 Prozent gaben an, sie hätten mehr Lebensmittel gekauft als gewöhnlich. 17 Prozent haben dies bei Hygieneartikeln wie Klopapier getan. Ein knappes Drittel sagte außerdem aus, eine Einschränkung der Einkaufsmöglichkeiten bedeutete einen Verlust der persönlichen Freiheit. Besonders ausgeprägt sei dieses Denken in den Altersschichten zwischen 18 und 49 Jahren, teilt das IFH mit. Positiv für den stationären Handel ist, dass nur wenige Kunden zu den Angeboten im Internet wechseln: Lediglich 13 Prozent sagten, sie hätten ihren gewohnten Einkauf online statt im Laden vorgenommen. Diese Option sei vor allem für die jüngere Zielgruppe unter 30 Jahren interessant, heißt es weiter.
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Autor
Benedikt Falz
Veröffentlicht am 02.03.2020
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