Kommunalwahlen und das Marketing von Bäckereien

Die Bäckerei Max Hünsche aus Puchheim hat sich angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen eine pfiffige Marketingmaßnahme einfallen lassen: Die insgesamt sechs Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters können dem Bäcker Ihr Lieblingsgebäck nennen. Das wird dann jeweils für einen bestimmten Zeitraum verkauft, das Wahlvolk kann so schon im Vorfeld über den Kandidaten seines Vertrauens „abstimmen“. Eine schöne Idee, allerdings hat der Kollege auch einen glücklichen Zufall auf seiner Seite: In Puchheim gibt es keinen Bürgemeisterkandidaten der AFD. Gäbe es einen, müsste sich der Bäcker überlegen, ob er entweder rund 20 Prozent seiner Kunden vor den Kopf stößt, indem er den AfD-Kandidaten außen vor lässt. Oder er lässt ihn auch ein Gebäck wählen, riskiert dann aber einen Besuch der örtlichen Antifa. So gilt dann aus unserer Sicht: Die Idee ist nachahmenswert, wenn der Kandidatenkreis ungefähr so aussieht wie in Puchheim. In anderen Fällen hält sich der vorsichtige Bäcker mit „Wahlwerbung“ lieber zurück.
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Autor
Dirk Waclawek
Veröffentlicht am 02.02.2026
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