Lieber Insolvenz als Kompromisse

Symbolfoto: Markus Winkler / Pixabay 2020
Mit einer ungewöhnlichen Botschaft verabschiedete sich Ines Grau, Inhaberin der gleichnamigen Bäckerei aus Fellbach (Bilanzsumme 2021: 2,3 Millionen Euro), von ihren Kunden. Man sei 2023 in die Insolvenz gerutscht und habe daraufhin versucht, das Geschäft zu stabilisieren, teilte sie auf der Website und an den Türen zu ihren Geschäften mit. Doch nun habe sie der Insolvenzverwalter aufgefordert, „noch drastischere Schritte zu gehen und die Backwaren nicht mehr selber herzustellen und stattdessen (halb)fertige Backwaren aus minderwertigen Zutaten und zweifelhafter Qualität hinzuzukaufen“. Das lehne sie ab, lieber schließe sie den Betrieb. „Seit 37 Jahren bürge ich persönlich für reine, ehrliche, kreative und authentische Backwaren ohne jegliche Zusätze. […] Eine Suppe für 90 Cent oder 1 kg Brot für 3 Euro können keine guten Rohstoffe enthalten und können früher oder später unsere Gesundheit negativ beeinflussen.“
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Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 01.03.2024
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