Lohnende Investitionen

Von Janina Paterson Zum angenehmen Teil der Arbeit bei einem Fachmagazin für die Kaffeebranche gehört sicherlich die Möglichkeit, in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Maschinen für unsere Leser zu testen und die Ergebnisse zu präsentieren. Bei unserem jüngsten Test, den Sie ab Seite 26 finden, ist eine Erkenntnis aber besonders einprägsam gewesen. Es ging darum zu schauen, wie geeignet eine kompakte Siebträgermaschine, die viele Versprechungen macht, für Kleinbetriebe wie beispielsweise Bäckereien ist. Fazit: In diesem Fall leider gar nicht. Trotz eingebauter Mahlautomatik und Tamping-Station gibt es zu viele Knackpunkte, die auch in einem kleinen Profi-Betrieb nicht alltagstauglich sind. Es ist absolut verständlich, dass Personen, die über keine große Erfahrung in der Kaffeezubereitung verfügen, zu Maschinen greifen, die ihnen so wenig Fehlerquellen wie möglich versprechen. Allerdings sollten Bequemlichkeit oder der Respekt vor der Arbeit mit Siebträgermaschinen nicht dazu führen, dass sich mit den Möglichkeiten und Grenzen einer anzuschaffenden Maschine nicht ordentlich auseinandergesetzt wird. Das führt im Zweifelsfall dazu, dass im Entscheidungsprozess zwar Zeit gespart, diese im Arbeitsalltag durch eine nicht ideal passende Maschine aber schnell wieder aufgeholt wird. Es lohnt sich dementsprechend nicht nur, genügend Mühe in den Suchprozess zu investieren, sondern auch mehr Geld bei der Anschaffung in die Hand zu nehmen, um auf lange Sicht eine zuverlässige und zu den Bedürfnissen des Betriebs passende Maschine zu kaufen.
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Autor
Benedikt Falz
Veröffentlicht am 01.08.2020
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