Newsletter 08/2023
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Allgemeine Nachrichten
- Aldi Nord inszeniert Brot wie Parfüm
- Brötchen für 25 Cent – kann das funktionieren?
- Lila Bäcker eröffnet Pick up-Store
- Wegen Faschingskrapfen: Antidiskriminierungsstelle interveniert bei Bäcker
- Neue Konditormeister aus Weinheim
- Koelnmesse mit neuem Anuga-Director
- Tipp der Woche: Kleine Hilfen erhalten die Freundschaft
- Termine der VDB
- Terminänderung: Betriebsbesichtigung Biokaiser
- Nur noch wenige Plätze frei: Studienreise nach Österreich und Südtirol
Aldi Nord hat eine neue Online-Werbekampagne gestartet, in der auch die Produktgruppe Brot hervorgehoben wird. Zielgruppe der Spots, die auf dem Youtube-Kanal des Lebensmitteldiscounters veröffentlicht wurden, sind die sogenannten Digital Natives. Also junge Menschen, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen und mit ihrem Smartphone eng verbunden sind. „Fragrance for everyone by ALDI“ (also: Duft für jedermann) heißt der Spot, in dem der Influencer Jeremy Fragrance auftritt, der auf seinem Instagram-Profil 773.000 Fans hat. Dort beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit Parfums. Ob Fragrance – englisch für Duft, Parfüm – wirklich so heißt, darf bezweifelt werden (ist aber auch nicht so wichtig). Der Aldi-Nord-Spot ist von seiner Choreografie, Inszenierung und Bildsprache aufgemacht wie Parfüm-Werbung. Doch – und das ist der Clou – es geht darum, dem Zuschauer Geschmack auf Brot zu machen. Sie können sich das Video auf dem Youtube-Kanal von Aldi Nord anschauen.
(Foto: neelam279 / pixabay.com 2023)
Stefan Olschewsky, Chef der Dippser Stadtbäckerei in Dippoldiswalde (Sachsen) macht sich bei den Kollegen zurzeit nicht besonders beliebt. Weniger, weil bei ihm das Kilo-Mischbrot zwei Euro und das Weizenbrötchen 25 Cent kosten, sondern weil er den Hintergrund seiner Kalkulation öffentlich gemacht und die Sächsische Zeitung natürlich sofort ausführlich darüber berichtet hat. Das Geheimnis seiner günstigen Preise hat Olschewsky in seinem Schaufenster ausgehängt:
1. Verzicht auf die kalte Konditorei. Der Bäckermeister bietet nur drei Sorten Blechkuchen an. Die Quersubventionierung fällt weg.
2. Teilweiser Ersatz von Weizen durch Roggen.
3. Verzicht auf Fertigmischungen. So spare er zum Beispiel bei jedem Pfannkuchen (Berliner) vier Cent Wareneinsatz.
4. Energiesparende Produktionsweise.
5. Strikte Retourenvermeidung. Olschewsky bietet kein Vollsortiment bis Ladenschluss an. Am frühen Nachmittag sind die Brötchenkörbe bei ihm leer.
Unsere Redaktion findet: Wenn die Kalkulation für ihn aufgeht, möchten wir Olschewsky natürlich nicht in seine Unternehmenspolitik hineinreden. Ein paar Punkte hat er bei seiner Kalkulation aber leider vergessen – Stichwort Personalkosten. Das fiel sogar der Sächsischen Zeitung auf: „Seine eigene Arbeitszeit hat er außen vor gelassen.“
In Neubrandenburg ging die Unser Heimatbäcker Holding mit einem autonomen Ladenkonzept an den Start. Im Oktober 2022 präsentierte die Bäckerei – die als Lila Bäcker firmiert – das Konzept bereits auf der Fachmesse Südback in Stuttgart. Seit dem 15. Februar testet das Unternehmen den Shop in der Praxis. Durch das rund um die Uhr geöffnete Angebot und die bargeldlose Bezahlung mit EC- oder Kreditkarte soll der Store vor allem junge Menschen oder Schichtarbeiter ansprechen. Der 18 Quadratmeter große Standort wird mehrmals täglich bestückt, ansonsten aber ohne Personal betrieben.
Nach überwältigend positivem Teilnehmer-Feedback lädt das führende Event rund um Personalmarketing und Digitalisierung erneut Bäckerei- und Konditoreibetriebe ein, am 25.05.2023 in Hannover über Herausforderungen und Lösungsansätze rund um die Themen Mitarbeitergewinnung, -bindung, -führung sowie Digitalisierung und Sichtbarkeit zu diskutieren.
„Der Bäcker Digital-Tag ist ein absolutes Muss für alle Bäckereien und Konditoreien, die sich ernsthaft mit Recruiting, Personalmarketing, digitaler Sichtbarkeit und Mitarbeiterschulung beschäftigen.“
Sichern Sie sich jetzt Tickets für den Bäcker Digital-Tag!
Ein Vorfall in Heilbronn hat deutlich gemacht, dass Brauchtumspflege ihre Unschuld verloren hat. In der Stadt am Neckar hatte Bäcker Ralf Herrmann (3 FG) typisches Faschingsgebäck, nämlich aufwendig dekorierte Krapfen, im Angebot. Doch diese Deko stieß einer Kundin übel auf; sie wandte sich daher an die städtische Antidiskriminierungsstelle. Die wiederum schrieb dem Bäcker einen Brief, in dem sie darauf hinwies, dass das „verwendete Dekorationsmaterial […] auch Darstellungen schwarzer und indigener Menschen“ zeige. „Aus den oben dargelegten Gründen, würden wir uns freuen, wenn Sie das Dekorationsmaterial diskriminierungssensibel abändern.“ Der Bäcker reagierte gegenüber echo24.de mit Unverständnis und teilte sogleich mit, dass das Produkt ohnehin nicht mehr im Angebot sei – aber nicht wegen der Intervention der Antidiskriminierungsstelle. „Ich finde das lächerlich“, meinte er. „Dürfen Kinder sich dann auch nicht mehr als Indianer verkleiden?“ Kostenlos und barrierefrei auf Bäckerwelt weiterlesen.
Bereits zum zweiten Mal hat die Akademie Weinheim ergänzend zur Ausbildung zum Bäckermeister auch die Meisterausbildung im Konditorenhandwerk angeboten. Zu selbst gewählten Prüfungsthemen wie der Schweizer Bergwelt, einem Winter Wonderland, Showtime, Ski-Opening, Gartentraum, König Ludwig II., Traumwelten oder Afrika reichten in diesem Jahr 16 Absolventen ihre Ergebnisse bei der Prüfungskommission der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar ein. Alle Prüflinge bestanden mit sehr guten bis guten Leistungen. Der nächste Weinheimer Konditormeister-Kurs startet im November.
Jan Philipp Hartmann wird zum 01. April 2023 die Position des Directors Anuga bei der Koelnmesse übernehmen. Er folgt damit auf Stefanie Mauritz, die diese Aufgabe seit Dezember 2019 ausübt. Hartmann arbeitet seit 2016 für die Koelnmesse und verfügt außerdem über langjährige Kenntnisse als Vertriebsmanager Aussteller der Süßwarenmesse ISM Middle East sowie der ISM. „Für die Anuga strebe ich eine Schärfung und den Ausbau der Marke an, vor allem in ihrem Status als Weltleitmesse. Dafür müssen wir uns klar von der Konkurrenz abgrenzen, mutig unsere führende Rolle im Bereich Content vorantreiben und unser B2B-Konzept noch eventreicher gestalten“, kündigt Hartmann an.
Weiterhin sind die meisten Filialen unterbesetzt. Trotzdem wird von den Verkaufsteams nicht jede Entlastung begrüßt.
Was ist zu tun?
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Es hat sich schon herumgesprochen, dass angesichts des Mitarbeiter- und Nachwuchsmangels ein Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber werden muss. Der Kuchen wird kleiner, die Gewichte auf dem Arbeitsmarkt haben sich zugunsten der Bewerber verschoben. Auch die Vorteile von großer Arbeitgeberattraktivität auf dem Arbeitsmarkt sind bekannt: niedrige Fluktuationsrate, niedriger Krankenstand, viele Bewerbungen um Anstellung, Produktivitätsanstieg durch zufriedene Mitarbeiter, Unternehmenserfolg dank positiver Unternehmenskultur. Sicherlich, viele Bäcker klagen über Personal, das ihnen ausgeht, und Bewerber, die nicht an ihre Tür klopfen; Betriebe schließen, weil sich kein Nachfolger findet. Das Problem ist real, aber auch lösbar, was daran deutlich wird, dass es Betriebe gibt, die größere Sorgen als Mitarbeitermangel haben. Wie machen die das? Was macht diese Bäcker zu attraktiven Arbeitgebern?
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Weiterbildungslehrgang Technischer Bäcker des IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH
Termin: 27. Februar bis 3. März 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
Mitgliedertreffen – Jahresauftakt 2023 der LG Rheinland
Termin: 28. Februar 2023
Veranstalter: LG Rheinland
Brotprüfung in Bingen zusammen mit CSM
Termin: 1. März 2023
Veranstalter: LG Pfalz-Saar und Rhein-Main
Bäckerstammtisch am Phoenix-See in Dortmund
Termin: 7. März 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe
Tagung Erfolg mit Backwaren – wieviel Nachhaltigkeit wollen oder müssen wir uns leisten?
Termin: 16. bis 17. März 2023
Veranstalter: VDB Schweiz
Nachhaltiges Backen mit dem Ziel Klimaneutralität in Bäckereien mit anschließender Wahl des Vorstandes
Termin: 21. März 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
Besichtigung & Bäcker-Stammtisch beim Fidelisbäck
Termin: 22. März 2023
Veranstalter: VDB Deutschland Süd
Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte an die VDB.
Besuch bei: Der Bäcker Ruetz (Kematen), Meraner Mühle (Lana) und Swarovski Kristallwelten (Wattens). Außerdem Hüttenabend in Brixen.
Termin: 28.-30. April 2023.
Veranstalter: LG Bayern
Kosten: 340 € pro Person im EZ bzw. 270 € pro Person im DZ.
Anmeldungen werden erbeten bis Sonntag, 5. März 2023, bei Dirk Stoppel, Brandjochblick 7, A-6176 Völs (Tirol), E-Mail: stoppel@pht.group
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