Newsletter 32/2021
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Inhalt Allgemeine Nachrichten 1. Ministerpräsidentenkonferenz: Cafébesuch bald nur noch für Getestete und Geimpfte? 2. Ministerpräsidentenkonferenz: Dehoga gegen 3G-Regel 3. Hendrik Menne wird ab Oktober neuer Geschäftsführer bei DEH 4. Warnstreik bei Aryzta Neues aus der Redaktion 5. Geht nicht, gibt es nicht 6. Kundenbindung durch nachhaltige Verpackungen Aktuelles von der VDB 7. VDB Schweiz: Coffeebreak mit Hanni Rützler 8. Jetzt anmelden: VDB Jahrestagung vom 17. bis 19. September
1. Ministerpräsidentenkonferenz: Cafébesuch bald nur noch für Getestete und Geimpfte?
Angela Merkel und die Länderchefs beraten über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. (Foto: Alexandra_Koch / pixabay.com 2021)
Es bleibt spannend: Zurzeit läuft noch die Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zu den anstehenden Coronamaßnahmen. Die Beschlussvorlage ist allerdings wieder einmal durchgestochen worden und erste – offiziell nicht bestätigte – Ergebnisse sollen nach Medienangaben ebenfalls schon durchgesickert sein. Danach könnte schon ab August – nach anderen Quellen Oktober – für den Besuch der Innengastronomie die 3G-Regel gelten: Zutritt zu den Innenräumen hätten dann nur noch Geimpfte, Getestete oder Genesene. Allerdings sollen die Länder von der Regel abweichen dürfen, wenn die Inzidenzen unter einen gewissen Wert fallen. Dieser Wert ist in dem durchgestochenen Papier noch mit einem X gekennzeichnet, nach unbestätigten Informationen aus der Konferenz hat man sich aber inzwischen auf den Wert von 35 geeinigt.
Darüber hinaus sollen Coronatests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig werden – auch diese Angabe ist aber noch nicht bestätigt.
Für Konflikte auf der Konferenz sorgt dem Vernehmen nach zurzeit insbesondere die Neubewertung des Inzidenzwertes. Einige Ministerpräsidenten wollen den nicht mehr als Hauptrichtwert anerkennen. Außerdem soll insbesondere Bayern auf eine 2G-Regel als ultima ratio dringen. Dann wäre der Restaurantbesuch nur noch Geimpften und Genesenen erlaubt.
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2. Ministerpräsidentenkonferenz: Dehoga gegen 3G-Regel
Dehoga Bayern kritisiert die einseitigen Einschränkungen des Gastgewerbes. (Foto: Couleur / pixabay.com 2021)
Vor der heutigen Ministerpräsidentenkoferenz hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Bayern einen Forderungskatalog an die Politik formuliert. In der Kritik steht insbesondere die sogenannte 3G-Regel, nach der die Innenräume von Restaurants nur noch von Getesteten, Geimpften oder Genesenen besucht werden dürfen. Die weiteren Forderungen der Dehoga Bayern:
Festlegung neuer Kriterien für die Beurteilung der Infektionslage: Statt sich nur an Inzidenzwerten auszurichten, gilt es jetzt auch andere relevante Faktoren wie die Impfquote, Krankheitsverläufe, den Hospitalisierungsgrad, die Auslastung der Intensivstationen sowie die Todesfallzahlen mit zu berücksichtigen. Die aktuell in den Landesverordnungen geltenden Schwellen-Inzidenzwerte von 10, 25, 35, 50 und 100, ab denen automatisch Verschärfungen in Kraft treten, sind schnellstmöglich signifikant nach oben anzupassen.
Zugangsregelungen zu Gastronomie und Hotellerie müssen verhältnismäßig sein: Jüngste Pläne des Bundesgesundheitsministeriums vom 2. August, unabhängig von der Inzidenzzahl generell die 3G-Regel für die Innengastronomie und Hotelübernachtungen einzuführen, halten wir – auch angesichts einer aktuellen deutschlandweiten Inzidenz von rund 20 – für rechtlich bedenklich. Sollte eine Abwägung mit der Gefährdungslage diese Regelung jedoch erforderlich machen, müssen auf der anderen Seite Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen in unseren Betrieben entfallen.
Die ebenfalls geplante gesetzliche Einführung der sogenannten 2G-Regel – also nur noch Geimpften und Genesenen, nicht aber negativ Getesteten Zugang in unsere und andere Betriebe zu gewähren – kann und darf nur als absolut letzte Maßnahme angesehen werden kann. Natürlich kann jeder Unternehmer im Rahmen seines Hausrechts die 2G-Regelung anwenden. Es ist nicht akzeptabel, dass diese emotionale Debatte insbesondere auf dem Rücken unserer Branche der Gastfreundschaft ausgetragen wird.
Ob Kanzlerin und Ministerpräsidenten hören, wissen wir nach dem Ende der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz.
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Hendrik Menne wird neuer Geschäftsführer Einkauf bei der DEH. (Foto: DEH 2021)
Ab dem Oktober 2021 übernimmt Hendrik Menne die Position als Geschäftsführer Einkauf bei der DEH in Gevelsberg. Wie das Unternehmen mitteilt, war Menne zuvor als Einkäufer Brot und Backwaren bei der Rewe Group tätig. Der 39-Jährige ist studierter Diplom-Kaufmann und Bäckermeister. Demnächst übernimmt er die Verantwortung für die Bereiche strategischer und operativer Einkauf, Logistik, Produktmanagement und Qualitätssicherung. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Menne für unser Unternehmen gewinnen konnten.
Mit seinem branchenübergreifenden Erfahrungsschatz im Einkauf verbunden mit seiner Expertise im Projektmanagement wird er unsere Geschäftsführung entscheidend ergänzen“, kommentiert DEH-Inhaber Alexander Haselbach.
4. Warnstreik bei Aryzta
Die Gewerkschaft NGG hat in den Aryzta-Werken in Nordhausen und Eisleben zu Warnstreiks aufgerufen. (Foto: succo / pixabay.com 2021)
Im Zuge eines Tarifstreits hat die Gewerkschaft NGG in den Aryzta-Werken in Nordhausen und Eisleben zu Warnstreiks aufgerufen. In Nordhausen legten nach MDR-Berichten Anfang August rund 100 Beschäftigte die Arbeit nieder, in Eisleben waren es laut der Mitteldeutschen Zeitung mehr als 200 Beschäftigte. Grund der Auseinandersetzung ist der Lohn. So zahle Aryzta laut NGG in beiden Werken vielen Mitarbeitern 10,81 Euro, das solle jedoch auf 13,40 Euro angehoben werden. Hier liege auch das Minimum des aktuellen Flächentarifs der Brotindustrie Ost.
5. Geht nicht, gibt es nicht
Neuartiges in der Roggenbrot-Technologie: Wie sich besonders die Arbeitsabläufe aber auch die Produktqualität positiv beeinflussen lassen. (Foto: Fischer Food Design / stock.adobe.com 2021)
Der Nimbus von Brot und Backwaren ist in der Verbrauchermeinung hoch angesiedelt. Demgegenüber ist der Nimbus des Bäckerberufes leider weniger günstig. Qualifiziertes Fachpersonal zu bekommen ist möglicherweise u.a. aufgrund dieser Lage ein prinzipielles und eher wachsendes Problem unserer backenden Branche. Eine Ursache dieser Problematik liegt sicher auch bei den eher ungünstigen Arbeitszeiten in den Backbetrieben begründet. Dabei hat sich bereits viel getan. Die Einführung von Unterbruchmethoden wie die Gärsteuerungsverfahren haben dazu geführt, dass zahlreiche Arbeitsabläufe zeitlich entzerrt und vereinfacht werden konnten. Es hat sogar dazu geführt, dass die Qualität vieler unserer Backwaren angehoben werden konnte. Es hat allerdings flächendeckend (noch) nicht dazu geführt, dass der z.T. sehr frühe Arbeitsbeginn in den Betrieben vollständig aufgehoben werden konnte. Nach wie vor stellen diese Arbeitszeiten eine gewisse Belastung dar für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb. Allein das sollte Grund und Anlass sein über weitergehende Verbesserungen nachzudenken. Was für den Weizenbereich in weiten Teilen gelungen und seit Jahren etabliert ist, harrt für den Roggenbereich noch einer entsprechenden Umsetzung. Damit wäre allein arbeitsorganisatorisch viel gewonnen. Wir müssen reden… Hier lesen Sie mehr…
Tagesseminar: Backen am Tag
Wir steigen mit Ihnen und Bäckermeister Marco Schroeter noch tiefer ein. Basierend auf den im Artikel beschriebenen Erkenntnissen und dem Patent von Bäckermeister Schroeter widmen wir uns der Frage, wie diese Verfahren Sie in Ihrer Produktion und bei den Arbeitsabläufen unterstützen können.
Referendare: Bäckermeister Marco Schroeter,
Prof. Dr. Klaus Lösche
HIER ANMELDEN
6. Kundenbindung durch nachhaltige Verpackungen
Das Außer-Haus-Geschäft wächst, aber gleichzeitig auch das Bewusstsein für die Umwelt. Doch Vorsicht: Nicht alles, was nachhaltig zu sein scheint, ist es auch. (Foto: ERZBERGER Verpackungssysteme 2021)
Seit dem 3. Juli 2021 müssen Plastik-Produkte gekennzeichnet werden. Doch auch schon vorher ging der Trend in Richtung nachhaltige Verpackungen. Einweg-Plastik ist nicht erst seit gestern ein Umweltproblem. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) wurden deutschlandweit im Jahr 2016 rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht. Somit verbrauchen die Deutschen pro Kopf 34 Einwegbecher pro Jahr. Das ist vielen bewusst und daher ist das Interesse an nachhaltigen Verpackungen gestiegen. Hier lesen Sie mehr…
7. VDB Schweiz: Coffeebreak mit Hanni Rützler
(Foto: pexels / pixabay.com)
Der frühe Bäcker fängt den Wurm: Die VDB Schweiz hat mit ihren Coffeebreaks ein ungewöhnliches Live-Format zu ungewöhnlichen Zeiten etabliert: Zwischen 7 und 8 Uhr laden die Eidgenossen am 9. September nun schon zum sechsten Mal zur Branchenkaffeepause ein. Gast beim nächsten Coffeebreak: Frühaufsteherin und Trendforscherin Hanni Rützler. Deutsche und österreichische VDB-Kollegen sind natürlich ebenfalls willkommen, der Weg in die Kaffeeküche ist auf der Website der VDB Schweiz beschrieben: Zum 6. Coffeebreak.
8. Jetzt anmelden: VDB Jahrestagung vom 17. bis 19. September
Auf dem Programm stehen wieder Besichtigungen von Industrie- und Handwerksbetrieben. (Foto: BJ / Dirk Waclawek 2016)
Die Vereinigung der Backbranche lädt Mitglieder und Interessierte zur Jahrestagung nach Berlin ein. Vom 17. bis 19. September bietet die VDB den Besuchern wieder ein umfangreiches Programm mit Produktions-Besichtigungen (zum Beispiel Harry und Schäfer´s), einem Besuch in einer Kaffeerösterei sowie geführte Trendreisen zu den angesagten Bäcker-Konzepten der Hauptstadt. Das Thema Bio wird dabei sicher eine Rolle spielen, aber auch Gastro-Interessierte kommen nicht zu kurz. Für die Vortragsveranstaltung stehen zwei Themenblöcke auf dem Programm: Erstens die neuen Leitsätze für Brot- und Kleingebäck, zweitens Ausbildungsangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei allen Besichtigungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt, die frühzeitige Anmeldung lohnt also. Weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Website der VDB.
Impressum: Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die INGER Verlagsgesellschaft mbH Dirk Waclawek Luisenstraße 34 49074 Osnabrück DeutschlandTelefon: +49 (0) 541 580544-51 Telefax: +49 (0) 541 580544-99 E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de Internet: www.baeckerwelt.de Geschäftsführung Trond Patzphal, Henning Tau Vorsitzender des Aufsichtsrats: Klaus Peter Weber Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221 USt. ID: DE 256 842 267
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Autor
Fabian Konschu
Veröffentlicht am
10.08.2021