Newsletter 33/2022
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Inhalt
Allgemeine Nachrichten
- Ebäcko Münster und Bäko Weser-Ems-Mitte planen Fusion
- Münchner Stadtrat diskutiert über Rischart-Grundstück
- DLG-Qualitätsprüfungen finden ab Herbst wieder als Präsenzveranstaltung statt
- Wachtel verstärkt Vertrieb
- Tipp der Woche: Analysieren Sie Ihr Frühstücksangebot
- Die perfekte Stellenanzeige – darauf sollten Sie achten
- Sauber gelöst
- Bäckerwelt-Talk: Nachhaltig investieren – so erstellen Sie ein Pflichtenheft für Neuanschaffungen in der Produktion
- Die VDB feiert Geburtstag und lädt ein
- VDB Forum Süd: Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk
- Weitere Termine der VDB
1. Ebäcko Münster und Bäko Weser-Ems-Mitte planen Fusion
Die Aufsichtsräte der Ebäcko Bäcker- und Konditoren-Einkauf eG in Münster und der Bäko Weser-Ems-Mitte eG in Oldenburg haben ihre Vorstände mit Gesprächen zur Schaffung einer „neuen“ Bäko beauftragt. Für das Ziel einer Verschmelzung beider Bäkos im kommenden Jahr soll ein Konzept erarbeitet werden. Mit den Fusionsüberlegungen reagieren beide Genossenschaften eigenen Angaben zufolge auf den weiter fortschreitenden Abschmelzungsprozess im backenden Handwerk, die anhaltende Konzentration auf Seiten der Lieferanten sowie die steigenden Anforderungen der Mitglieder und Kunden. „Die zunehmenden strukturellen Veränderungen stellen unsere Mitglieder, Kunden und damit auch uns vor die gleichen Herausforderungen,“ sagte Ewald Oltmann, geschäftsführender Vorstand der Bäko Weser-Ems-Mitte eG. Durch eine Fusion könne man „diesen Herausforderungen gemeinsamen begegnen und so das backende Handwerk nachhaltig und langfristig stärken.“ Der mögliche Zusammenschluss biete die Chance, bürokratische und regulatorische Anforderungen besser zu bewältigen. Für die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit würden sich gute Möglichkeiten der weiteren professionellen Entwicklung ergeben. Da die Liefergebiete der beiden Genossenschaften aneinandergrenzten, könnten Synergien genutzt werden. Sollte die Fusion gelingen, wird das neue Unternehmen nach eigenen Angaben mit über 400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Euro erzielen.
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2. Münchner Stadtrat diskutiert über Rischart-Grundstück
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An der Theresienhöhe in München entsteht gerade ein imposanter Neubau, den die Münchner Traditionsbäckerei Rischart errichtet. Er soll für die Produktion, die Verwaltung, hundert Werkswohnungen sowie ein „Boardinghaus“ Platz bieten. Gekauft hatte Rischart das Grundstück von 5.400 Quadratmetern für 11,5 Millionen Euro von der Stadt, die froh war, dass der Bäcker nicht ins Umland abwanderte, sondern blieb und darüber hinaus neuen Wohnraum schuf. Den alten Sitz in der Buttermelcherstraße will man verkaufen – und angesichts der hervorragenden Lage mitten in der Innenstadt wachsen im Stadtrat die Begehrlichkeiten. Doch an wen soll das Filetstück im Herzen Münchens gehen? An einen privaten Investor – oder doch lieber an die Stadt? Stadträtin Sibylle Stöhr (Grüne/Rosa Liste) setzt sich für einen Kauf ein, sofern man es „zum derzeitigen Verkehrswert“ erhalten könne. Auch der Chef der SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat, Christian Müller, sieht das so: „Wenn es einen irgendwie halbwegs darstellbaren Kaufpreis gibt, gehe ich davon aus, dass wir einem Kauf zustimmen würden“, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung (SZ). Schon 2019 hatte die Stadt die Gelegenheit gehabt, das Grundstück zu erwerben; der Wert wurde seinerzeit mit 79 Millionen Euro beziffert. Doch die Stadt griff nicht zu weil sie andere Prioritäten hatte: In dieser Zeit war sie damit beschäftigt, auch an anderer Stelle zuzukaufen, um Wohnungen aus Privatbesitz in die Kontrolle städtischer Gesellschaften zu bringen. 363 Millionen Euro gab die Stadt zwischen Dezember 2018 und Dezember 2019 für die Wahrnehmung ihres Vorkaufsrechts aus. Im November 2021 stoppte ein Gericht diese Praxis. Also hat die Stadt jetzt wieder mehr Geld zur Verfügung und kann einen neuen Anlauf nehmen, um das Rischart-Grundstück in ihren Besitz zu bringen. Da sie keinen Anspruch darauf hat, verlegt man sich bei den Befürwortern eines Ankaufs darauf, moralischen Druck auszuüben. Wie die SZ schreibt, sagte Stöhr unter Verweis auf den günstigen Kaufpreis für das Grundstück an der Theresienhöhe: „Wir wünschen uns aber auch umgekehrt ein Zeichen sozialer Verantwortung, bei Immobilienverkäufen soziale Aspekte und die Menschen im Stadtviertel im Blick zu haben.“ Der Chef der Linksfraktion im Stadtrat, Stefan Jagel, wurde deutlicher: „Es ist eine Unverschämtheit, dass Rischart das Grundstück nicht der Stadt anbietet“, zitiert ihn eine Lokalzeitung. „Ein Münchner Unternehmen hat auch eine Verantwortung für die Stadt.“ Und: „Enteignungen sind ja leider nicht möglich.“
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3. DLG-Qualitätsprüfungen finden ab Herbst wieder als Präsenzveranstaltung statt
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Nach zweijähriger coronabedingter Aussetzung beginnen jetzt wieder die Qualitätsprüfungen der DLG als Präsenzveranstaltung. Der Beirat des DLG-Testzentrums Lebensmittel und die Bevollmächtigten der DLG-Qualitätsprüfungen hatten am Beginn der Pandemie beschlossen, auf größere Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Den Auftakt bei der Wiederaufnahme im Herbst diesen Jahres machen die Produktbereiche Convenience und Frischfleisch sowie Back- und Süßwaren. Rudolf Hepp, Geschäftsführer des DLG-Testzentrums Lebensmittel, zeigte sich erfreut über den Beschluss, weil alle Beteiligten wieder „vom Live-Erlebnis des professionellen Prüfens und dem fachlichen Austausch profitieren“ könnten.
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4. Wachtel verstärkt Vertrieb
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Beim Ofenbauer Wachtel hat Volker Lang die neu geschaffene Funktion Vertriebsleitung übernommen. Er verantwortet nun den gesamten Bereich Vertrieb & Kundendienst und wurde in die Geschäftsleitung berufen. Der Vertrieb von Wachtel wurde außerdem durch den Zugang von Thomas Möller verstärkt: Er verantwortet seit Jahresbeginn als Gebietsleiter Beratung und Verkauf die Region Norddeutschland. Oliver Frey, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsleitung, sagte zu den Personalentscheidungen: „Wir sind froh darüber, mit den beiden Herren ausgesprochen kompetente und erfahrene Profis für unsere anspruchsvolle Kundschaft gewonnen zu haben. Sie verstärken das Wachtel-Team optimal und passen mit ihrer offenen und geradlinigen Art zu unserer Unternehmenskultur.“
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5. Tipp der Woche: Analysieren Sie Ihr Frühstücksangebot
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Eine Kolumne von Katja Thiele-Hann.
Das Problem.
Frühstücken beim Bäcker ist beliebt, die Herstellung bindet aber Mitarbeiter. Gerade in schwach besetzten Filialen kann es zu deutlichen Störungen der Abläufe kommen.
Was ist zu tun?
6. Die perfekte Stellenanzeige – darauf sollten Sie achten
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Bäcker kennen das Problem: Die Personalsuche läuft erfolglos und die gewünschten Bewerber bleiben aus – selbst mitten in Großstädten. Das liegt oft schon am Aufbau der Stellenausschreibung. Zu wenig Jobsuchende können sich mit dem Betrieb identifizieren. „Mit der Stellenanzeige bewirbt sich das Unternehmen erst mal beim Bewerber, bevor er sich dafür entscheidet, auf das Unternehmen zuzugehen. Wenn man hier ein paar Dinge beachtet, präsentiert man sich als Top-Arbeitgeber”, sagt Eyüp Aramaz. Er ist Geschäftsführer der Aramaz Digital GmbH und unterstützt Bäckereien bei der digitalen Mitarbeitergewinnung. In diesem Beitrag verrät er fünf wichtige Tipps, um die Stellenanzeige zu optimieren.
1. Authentische und einzigartige Fotos nutzen
Beim Marketing in den sozialen Medien und auf der eigenen Webseite sollte die Bäckerei mit aussagekräftigen Bildern auf sich aufmerksam machen. Doch Vorsicht, mit Stockfotos lässt sich die gewünschte Wirkung kaum erzielen. Besser ist es dagegen, über die Bilder einen Einblick in den Betrieb und das dort arbeitende Team zu ermöglichen. Auf diese Weise können Emotionen transportiert werden – sie führen zu einer höheren Identifikation beim Betrachter
7. Sauber gelöst
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Jeder Teig hat seine eigenen Bedürfnisse. Das gilt auch bei der Frage, wie er gerne die Zeit seiner letzten Gare verbringen möchte. Die eierlegende Wollmilchsau für den richtigen Gärgutträger gibt es dabei nicht – alle verwendeten Materialien bringen ihre eigenen Nachteile mit. Schimmel, Stockflecken, zu wenig oder zu viel Mehl am Produkt, lästiges Anhaften, hoher Preis, fehlende Muster im Gebäck oder eine komplizierte Handhabe – um nur einige zu nennen. Allerdings haben sich die Hersteller von Gärgutträgern diese Probleme sehr genau angeschaut und nach Lösungen gesucht. Bei den Kleingebäcken haben die Anbieter der Plastikdielen in den letzten Jahren zahlreiche Produkte verfeinert, doch auch im Brotbereich sollen beispielsweise neue Tücher für Vorteile sorgen. Weiterlesen
8. Bäckerwelt-Talk: Nachhaltig investieren – so erstellen Sie ein Pflichtenheft für Neuanschaffungen in der Produktion
Termin: Montag, 14. November 2022
Zeit: 16:00 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Referent: Katja Thiele-Hann, Inhaberin der KTH Beratung
Inhalt: Investitionsentscheidungen fallen im Handwerk immer noch oft aus dem Bauch heraus. Was beim Kollegen gut funktioniert, kann für Ihre Backstube aber eine völlige Fehlinvestition sein.
Bitte melden Sie sich für diese Online-Veranstaltung auf unserer Website an.
9. Die VDB feiert Geburtstag und lädt ein
Das Herz der VDB schlägt vom 18. bis 20. September 2022 in der Residenzstadt Detmold. Mitglieder und Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich zum Austausch, Kennenlernen und Netzwerken. Auf dem Programm stehen zum einen die Mitgliederversammlung, zum anderen wieder zahlreiche Betriebsbesichtigungen und natürlich die Erinnerung an 70 Jahre VDB. Auch die Gelegenheit, in lockerer Runde Kontakte zu knüpfen, wird nicht zu kurz kommen.
Die Erfahrung zeigt: Der frühe Anmelder fängt den Wurm. Oder anders gesagt: Die Teilnehmerzahl bei den Betriebsbesichtigungen ist begrenzt. Wer sich zuerst anmeldet, hat bei den Besichtigungen auch noch die volle Auswahl und kann sich seine Termine frei zusammenstellen. Geplant sind nach aktuellem Stand Besuche bei
- Ernst Böcker, Minden
- Detmers Getreide-Vollwertkost, Bielefeld
- WP Kemper, Rietberg
Anschließend findet die Mitgliederversammlung statt. Geplant sind unter anderem folgende Punkte:
- Bericht des Präsidenten und Aussprache
- Geschäftsbericht 2020 & 2021
- Bericht der Rechnungsprüfer
- Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung
- Bestätigung des Präsidiums nach Wahl in der Gesamtvorstandssitzung vom 18. September 2021
- Wahl der Rechnungsprüfer
- Ehrungen für 25-jährige und 40-jährige Mitgliedschaft
- Verschiedenes & Ausblick
Die VDB-Mitgliedschaft lohnt sich natürlich auch im Rahmen der Jahrestagung. VDB-Mitglieder aus der gesamten Dachregion zahlen nur 130 Euro, der Preis für Gäste beläuft sich auf 160 Euro. In der Teilnahmegebühr enthalten sind zwei Abendveranstaltungen (inkl. Verzehr), die Betriebsbesichtigungen mit Bustransfer sowie die Verpflegung vor und während der Mitgliederversammlung. Anmelden können Sie sich ab sofort bei der Bundesgeschäftsstelle der VDB über diesen Link. Die Geschäftsstelle hält auch eine Liste mit Hotels bereit, die Sonderkonditionen zur Jahrestagung bieten.
10. VDB Forum Süd: Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk
Die VBD-Landesgruppen Bayern und Baden-Württemberg laden ein zum VDB-Forum Süd:
Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk. Nachhaltig, digital und modern in die Zukunft
Programm:
Besichtgung und Vorstellung der „H-Albzeit“ von Heiner Beck.
Eine schwäbische Markthalle mit Bäckerei, Metzgerei und Gastronomiekonzept.
Künstliche Intelligenz für Bäckereien.
Digitale Hilfe zur Bestelloptmierung, Retourensteuerung und mehr Nachhaltigkeit ... Mit der Firma „Bäcker-AI“ & Bäckereien mit praktischer Anwendung
Der Weg zur Tagesbäckerei mit Hilfe des Pre-Bake Verfahren.
Vorstellung der Firma IceCool mit der PreProofer Methode
Blickpunkt: Weizen.
Spagat zwischen mehr Nachhaltigkeit und globaler Produktionsmenge sowie die Folgen für Bäcker. Mit apl. Prof. Dr. Friedrich Longin, Universität Hohenheim
Zeit: 27. September 2022, 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: H-Albzeit, Nellinger Str. 25, 89188 Merklingen (direkt an der A8)
Die Teilnahmegebühr von 120,00 Euro (VDB-Mitglieder) / 160,00 Euro (Nicht-Mitglieder) enthält Verpflegung und Getränke. Anmeldeschluss: 10. September 2022. Anmeldung per E-Mail unter info@vdb-ev.net oder telefonisch unter 05231-61664-299
11. Weitere Termine der VDB
Die Getreideernte 2022 Bericht zur Situation und der Qualität bei der Getreideernte 2022 in Verbindung mit einem weiteren Fachvortrag
Termin: 6. September 2022
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
VDB-Erntegespräch bei BÄKO-Österreich
Termin: 7. September 2022
Veranstalter: VDB Österreich
VDB-Jahrestagung
Termin: 18.–20. September
Veranstalter: VDB Deutschland
VDB Forum Süd
Termin: 27. September 2022
Veranstalter: VDB Deutschland Süd
Besichtigung „Laden & Café-Konzept“
Termin: 5. Oktober 2022
Veranstalter: LG Baden-Württemberg
Brennpunkt Energie
Termin: 18. Oktober 2022
Veranstalter: LG Baden-Württemberg
Teigteilung und mehr! Fünf Erfolgsfaktoren für die effiziente Herstellung eines breiten Backwarensortiments
Termin: 18. Oktober 2022
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
VDB-Workshop „Backen ohne Hefe - individuelle Starter und Sauerteige“ bei BÄKO-Österreich
Termin: 19. Oktober 2022
Veranstalter: VDB Österreich
Südback, täglich um 14 Uhr: VDB-Treff am Stand des LIV
Termin: 22.–25. Oktober 2022
Veranstalter: VDB Deutschland
Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.
Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die
INGER Verlagsgesellschaft mbH
Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland
Telefon: +49 (0) 541 580544-51
Telefax: +49 (0) 541 580544-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de
Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
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