Newsletter 35/2022
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Inhalt
Allgemeine Nachrichten
- Gemeinsamer Brief der Verbände Rheinland und Westfalen-Lippe an die Abgeordneten
- Manuela Schwesig fordert Senkung der Energiepreise und Hilfen fürs Bäckerhandwerk
- Naturbäckerei Zeh (Lindau) ist insolvent und macht weiter
- Neue Studie: So nutzen Jugendliche Social Media
- Snack Star 2022: Online-Voting hat begonnen
- Tipp der Woche: Störungen reduzieren
- Die VDB feiert Geburtstag und lädt ein
- VDB Forum Süd: Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk
- Weitere Termine der VDB
1. Gemeinsamer Brief der Verbände Rheinland und Westfalen-Lippe an die Abgeordneten
Nachdem man in der Bundesregierung bisher nicht so recht auf die Sorgen des Bäckerhandwerks eingehen möchte, setzen die Verbände jetzt eine Stufe tiefer an – bei den regionalen Abgeordneten. Die Verbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben sich in einem Schreiben an die Volksvertreter – ausgenommen sind Abgeordnete der AFD – gewandt, um auf die teilweise existenzbedrohende Situation der Betriebe aufmerksam zu machen: „Das Bäckerhandwerk im Rheinland und Westfalen-Lippe befindet sich in einer Situation, die so schwierig ist wie selten zuvor in seiner jahrhundertelangen Geschichte“, schreiben Jörg von Polheim und Henning Funke vom Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks sowie Jürgen Hinkelmann und Michael Bartilla vom Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe. Von den Abgeordneten erhoffen sich die Verbände, dass sie in ihren jeweiligen Wahlkreisen Kontakt zu dort ansässigen Backbetrieben aufnehmen, um sich ein authentisches Bild der konkreten Situation vor Ort zu verschaffen, und „diese Eindrücke in die politischen Prozesse in Berlin, Mainz, Düsseldorf und Brüssel“ zu tragen.
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2. Manuela Schwesig fordert Senkung der Energiepreise und Hilfen fürs Bäckerhandwerk
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Im Sommerinterview des NDR hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Sorge über die Belastung des Bäckerhandwerks durch hohe Energiekosten geäußert. „Ich mache mir große Sorgen wie eigentlich die Rentnerin, die Familie, aber vor allem unsere Unternehmen, der Bäckermeister, die Spedition, energieintensive Industrieunternehmen, diese großen Energiepreise in der Zukunft tragen sollen“, sagte sie. Sie forderte die Einrichtung eines Hilfsprogramms für die betroffenen Branchen und die Deckelung der Energiepreise.
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3. Naturbäckerei Zeh (Lindau) ist insolvent und macht weiter
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Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Naturbäckerei Zeh aus Lindau am Bodensee am 3. Juni 2022 Insolvenz angemeldet. Dies bestätigte Geschäftsführer Karl-Hermann Zeh gegenüber der Lindauer Zeitung. Das Amtsgericht Ulm hat einen Wirtschaftsjuristen aus Ulm zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Geschäftsführer Karl-Hermann Zeh nannte gegenüber der Lindauer Zeitung drei Gründe für die finanzielle Schieflage: Zum ersten sei wegen der Lockdowns das Cafégeschäft reduziert gewesen und die Hotellerie als Kunde weggefallen. Darüberhinaus habe es einen deutlichen Kundenrückgang gegeben, obwohl der Verkauf durch behördliche Maßnahmen nicht beeinträchtigt gewesen sei. Und schließlich hätten sich die Kosten des Neubaus der Produktion ungünstig auf die Lage ausgewirkt. Zeh sagte weiterhin, dass der Betrieb unverändert weitergehe, dass keiner der 62 Mitarbeiter entlassen und keins der Fachgeschäfte, deren Zahl auf der Website mit zehn beziffert wird, geschlossen werden würde. Mit Blick auf vergangene Krisen in der Geschichte des Unternehmens zeigte sich Zeh optimistisch: „Ich bin sicher, dass wir gut durch diese Talfahrt durchkommen.“
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4. Neue Studie: So nutzen Jugendliche Social Media
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Personalverantwortliche, die sich fragen, über welche digitalen Kanäle sie Jugendliche erreichen, erhalten durch die Ergebnisse der Postbank Jugend-Digitalstudie 2022 Hilfe. In einer im Mai und Juni dieses Jahres durchgeführten repräsentativen Befragung von Jugendlichen in Deutschland zwischen 16 und 18 Jahren fand man heraus, dass Youtube, Whatsapp und Instagram zu den wichtigsten Sozialen Netzwerken dieser Altersgruppe zählen. Doch an die vierte Stelle ist das in China gegründete Tiktok gerückt, das von 70 Prozent der Mädchen und von 56 Prozent der Jungen genutzt wird. Nicht ganz so hohe Wachstumsraten wie Tiktok, aber immer noch deutlich in der Gunst des jungen Publikums zulegend, erzielten Discord, Twitter und Pinterest. Auf Platz zehn und damit weit abgeschlagen auf der Beliebtheitsskala rangiert Facebook, das den Anschluss an die U18 offensichtlich verloren hat; lediglich sechs Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die darüber verbreiteten Nachrichten seriös seien. Während Youtube von Mädchen wie Jungen gleichermaßen genutzt wird, genießen die im Ranking nachfolgenden Plattformen sehr unterschiedlichen Zuspruch: Whatsapp, Insta, Tiktok und Snapchat (Plätze zwei bis fünf) sind bei den Mädchen deutlich beliebter, während Discord und Twitch, die sich aus der Gamer-Szene heraus entwickelt haben, bei den Jungen größeren Zuspruch genießen. Für Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank, entspricht diese Aufteilung klassischen Rollenbildern. „Das mag heute weder zeitgemäß noch wünschenswert erscheinen“, sagte er. „Es ist aber zu deutlich, um es zu ignorieren. Wer die verschiedenen Geschlechter erreichen möchte, muss auf ihren bevorzugten Kanälen präsent sein.“
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5. Snack Star 2022: Online-Voting hat begonnen
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Der Nachwuchswettbewerb Homann Snack Star 2022 ist in die heiße Phase getreten. Zum ersten Branchen-Wettbewerb unter dem Motto „Wohlfühl Snacks – Gute Laune tanken“ wurden rund 40 SnackIdeen von 65 kreativ-talentierten Nachwuchskräften aus Bäckerei, Metzgerei und Gastronomie eingereicht. Neben bunten Burger-, Wrap- und Sandwich-Kreationen, sind auch Soulfood-Snacks dabei. Die 3 x 3 Besten stehen ab sofort für die Online-Community zum Voting bereit. Beteiligen können Sie sich bis zum 16. September über diesen Link.
Butterfett – ideal für die Stollenbäckerei
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Stollen als traditionelles Gebäck zu Weihnachten hat eine sehr lange Tradition in Deutschland und ist schon seit mehr als 500 Jahren bekannt. Am beliebtesten und leckersten ist er in Form von feinem Butterstollen. Der bekannteste Vertreter dafür auch außerhalb Deutschlands dürfte der „Dresdener Christstollen“ sein, aber auch Nuss-, Mohn-, Marzipan- und Quarkstollen sind gängige Varianten.
Nach den Leitsätzen für feine Backwaren muss ein Butterstollen mindestens 40 kg Butter oder die entsprechende Menge Milchfett enthalten (bezogen auf 100 kg Getreideerzeugnisse und/oder Stärken). Bei Dresdener Stollen sind es sogar mindestens 50 kg Butter. Die Verwendung von wasserfreiem, konzentrierten Butterreinfett bzw. Butterschmalz hat eine lange Tradition bei der Stollenbäckerei. Butterfett gibt Stollen aller Art aber nicht nur einen besonders guten, puren Buttergeschmack, sondern hilft auch, ihn lange frisch zu halten: Nach dem Backen wird der Stollen in flüssiges Butterfett getaucht, das versiegelt die Oberfläche, gibt nochmal zusätzlichen Geschmack und verhindert außerdem das Austrocknen während der Reifung und Lagerung. Gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass der Puderzucker beim abschließenden Bestäuben besser auf dem Stollen haftet.
Als Spezialist für Butter und Butterfette für das Backhandwerk hat Hoche Butter auch für die Stollenbäckerei die passenden Produkte: Ob Butterschmalz im 5-kg-Eimer für den kleineren Bedarf oder Butterreinfett im 10-kg- und 25-kg-Karton. Auch erhältlich mit dem Zusatz von Vanillin. Der Fettgehalt von Butterreinfett beträgt 99,8 %. Hergestellt wird es aus Butter dem der Wasseranteil nahezu vollständig entzogen wird. Die Qualität „soft“ wird zusätzlich mit Stickstoff aufgeschlagen. Das sorgt für eine cremigere Konsistenz und erleichtert das Portionieren. Durch das Fehlen von Wasser ist Butterreinfett wesentlich länger lagerbar als normale Butter und hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 12 Monaten.
Für den Austausch von Butter gegen Butterfett in Rezepturen für Backwaren gilt folgende Faustregel: 1 Kilogramm Butter entspricht 820 Gramm Butterreinfett. Die Formel für die Umrechnung lautet: Gramm Butter laut Rezept x 0,82 = benötigte Gramm Butterreinfett. Der notwendige Gewichtsausgleich erfolgt durch die entsprechende Zugabe von Wasser oder Milch.
6. Tipp der Woche: Störungen reduzieren
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Eine Kolumne von Katja Thiele-Hann.
Das Problem.
In vielen Bäckereien sind Anrufe an die Verwaltung während des ganzen Tages üblich. Die Lohnbuchhaltung wird dadurch beispielsweise immer wieder aus ihrer Arbeit gerissen.
Was ist zu tun?
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7. „Einen Besuch wert“ – Interview zur IBIE online
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Am 17. September öffnet die IBIE in Las Vegas ihre Tore. Die Backtechnik International hat die IBIE Vice-Chairmen Jorge Zarate und Dennis Gunnel gefragt, ob ein Besuch der Messe auch für europäische Bäcker interessant ist. Das Interview mit vielen Besuchstipps finden Sie in unserer Mediathek, bitte dem Link folgen.
On September 17, the IBIE opens its doors in Las Vegas. Backtechnik International asked IBIE Vice-Chairmen Jorge Zarate and Dennis Gunnel whether a visit to the show is also interesting for European bakers. The interview with many visit tips can be found in our media center, please follow the link.
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8. Die VDB feiert Geburtstag und lädt ein
Das Herz der VDB schlägt vom 18. bis 20. September 2022 in der Residenzstadt Detmold. Mitglieder und Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich zum Austausch, Kennenlernen und Netzwerken. Auf dem Programm stehen zum einen die Mitgliederversammlung, zum anderen wieder zahlreiche Betriebsbesichtigungen und natürlich die Erinnerung an 70 Jahre VDB. Auch die Gelegenheit, in lockerer Runde Kontakte zu knüpfen, wird nicht zu kurz kommen.
Die Erfahrung zeigt: Der frühe Anmelder fängt den Wurm. Oder anders gesagt: Die Teilnehmerzahl bei den Betriebsbesichtigungen ist begrenzt. Wer sich zuerst anmeldet, hat bei den Besichtigungen auch noch die volle Auswahl und kann sich seine Termine frei zusammenstellen. Geplant sind nach aktuellem Stand Besuche bei
- Ernst Böcker, Minden
- Detmers Getreide-Vollwertkost, Bielefeld
- WP Kemper, Rietberg
Anschließend findet die Mitgliederversammlung statt. Geplant sind unter anderem folgende Punkte:
- Bericht des Präsidenten und Aussprache
- Geschäftsbericht 2020 & 2021
- Bericht der Rechnungsprüfer
- Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung
- Bestätigung des Präsidiums nach Wahl in der Gesamtvorstandssitzung vom 18. September 2021
- Wahl der Rechnungsprüfer
- Ehrungen für 25-jährige und 40-jährige Mitgliedschaft
- Verschiedenes & Ausblick
Die VDB-Mitgliedschaft lohnt sich natürlich auch im Rahmen der Jahrestagung. VDB-Mitglieder aus der gesamten Dachregion zahlen nur 130 Euro, der Preis für Gäste beläuft sich auf 160 Euro. In der Teilnahmegebühr enthalten sind zwei Abendveranstaltungen (inkl. Verzehr), die Betriebsbesichtigungen mit Bustransfer sowie die Verpflegung vor und während der Mitgliederversammlung. Anmelden können Sie sich ab sofort bei der Bundesgeschäftsstelle der VDB über diesen Link. Die Geschäftsstelle hält auch eine Liste mit Hotels bereit, die Sonderkonditionen zur Jahrestagung bieten.
9. VDB Forum Süd: Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk
Die VBD-Landesgruppen Bayern und Baden-Württemberg laden ein zum VDB-Forum Süd:
Fortschritt trotz Krise im Bäckerhandwerk. Nachhaltig, digital und modern in die Zukunft
Programm:
Besichtgung und Vorstellung der „H-Albzeit“ von Heiner Beck.
Eine schwäbische Markthalle mit Bäckerei, Metzgerei und Gastronomiekonzept.
Künstliche Intelligenz für Bäckereien.
Digitale Hilfe zur Bestelloptmierung, Retourensteuerung und mehr Nachhaltigkeit ... Mit der Firma „Bäcker-AI“ & Bäckereien mit praktischer Anwendung
Der Weg zur Tagesbäckerei mit Hilfe des Pre-Bake Verfahren.
Vorstellung der Firma IceCool mit der PreProofer Methode
Blickpunkt: Weizen.
Spagat zwischen mehr Nachhaltigkeit und globaler Produktionsmenge sowie die Folgen für Bäcker. Mit apl. Prof. Dr. Friedrich Longin, Universität Hohenheim
Zeit: 27. September 2022, 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: H-Albzeit, Nellinger Str. 25, 89188 Merklingen (direkt an der A8)
Die Teilnahmegebühr von 120,00 Euro (VDB-Mitglieder) / 160,00 Euro (Nicht-Mitglieder) enthält Verpflegung und Getränke. Anmeldeschluss: 10. September 2022. Anmeldung per E-Mail unter info@vdb-ev.net oder telefonisch unter 05231-61664-299
10. Weitere Termine der VDB
Die Getreideernte 2022 Bericht zur Situation und der Qualität bei der Getreideernte 2022 in Verbindung mit einem weiteren Fachvortrag
Termin: 6. September 2022
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
VDB-Erntegespräch bei BÄKO-Österreich
Termin: 7. September 2022
Veranstalter: VDB Österreich
VDB-Jahrestagung
Termin: 18.–20. September
Veranstalter: VDB Deutschland
VDB Forum Süd
Termin: 27. September 2022
Veranstalter: VDB Deutschland Süd
Besichtigung „Laden & Café-Konzept“
Termin: 5. Oktober 2022
Veranstalter: LG Baden-Württemberg
Brennpunkt Energie
Termin: 18. Oktober 2022
Veranstalter: LG Baden-Württemberg
Teigteilung und mehr! Fünf Erfolgsfaktoren für die effiziente Herstellung eines breiten Backwarensortiments
Termin: 18. Oktober 2022
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
VDB-Workshop „Backen ohne Hefe - individuelle Starter und Sauerteige“ bei BÄKO-Österreich
Termin: 19. Oktober 2022
Veranstalter: VDB Österreich
Südback, täglich um 14 Uhr: VDB-Treff am Stand des LIV
Termin: 22.–25. Oktober 2022
Veranstalter: VDB Deutschland
Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.
Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die
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49074 Osnabrück
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