Newsletter 44/2023
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Aktuelle Nachrichten stehen übrigens täglich auf unserer Homepage.
- Zentralverband und GHM ziehen positive Bilanz der iba 2023
- Susann hilft aus – und der Gewinner ist ...
- Halloween vertreibt das Reformationsbrötchen
- Ernährungsgewerke verlieren in 26 Jahren die Hälfte ihrer Innungen
- Gehri darf wieder produzieren
- Wenig Hoffnung für insolvente Bäckerei Zorn
- Kommentar: Rosa Elefanten auf der iba
- So entlastet die Bäckerei Engel ihre Verkaufsteams (Video)
- Die Bäckerwelt auf der iba: Ein Rückblick in Bildern (Video)
Was ist am 31. Oktober wichtiger: Reformationstag oder Halloween? Wer auf der Straße die Ohren spitzt oder sich im Familienkreis umhört, stellt schnell fest: Halloween. Aber auch die Bäcker haben bemerkt, dass sich die Zeiten gewandelt haben. Der Obermeister der Dresdner Bäckerinnung zum Beispiel, Rico Uhlig, hat der Bild-Zeitung pünktlich zum Doppelereignis mitgeteilt, dass er für die Zukunft des traditionsreichen Reformationsbrötchens schwarz sieht. „Die Nachfrage ist enorm zurückgegangen“, sagte er dem Blatt. „Früher habe ich hunderte Reformationsbrötchen gebacken, heute sind es nur noch ein paar Bleche.“ Als Erklärung nennt er die Entkirchlichung Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts, also Mitteldeutschlands, in denen die protestantischen Traditionen noch am lebendigsten sind. André Bernatzky, Schulleiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen, verweist auf einen weiteren Faktor: „Die Bäcker straffen ihr Sortiment, verzichten dabei auf so ein berühmtes Spezial- und Saisongebäck. Auch wird statt der Reformation zunehmend Halloween gefeiert. Da gehen Muffins mit Spinnennetz aus Zuckerglasur einfach besser.“
Die Bäckerei Gehri aus Titisee-Neustadt im Schwarzwald (21 Fachgeschäfte, rund 200 Mitarbeiter) hat nach einem behördlich verfügten Stopp die Produktion wieder aufgenommen. Den Beamten waren Hygienemängel aufgefallen, die eine Schließung zur Folge hatten. Bei der Ursachensuche stellte sich heraus, dass vermutlich durch ein Loch in der Wand Mäuse in die Backstube eindringen konnten und dort ihren Kot hinterließen. Der Geschäftsführer des Familienunternehmens trat von seinem Amt zurück. Schon im Juli hatte die Backstube nach Angaben der Badischen Zeitung wegen Hygienemängeln für mehrere Tage schließen müssen.
Auf der iba waren von Ausstellern wie Besuchern überwiegend positive Stimmen zu hören. Die neuen Formate und mit ihnen die Runderneuerung der Messe kamen gut an, allen Unkenrufen zum Trotz war auch das deutsche Bäckerhandwerk nach München gekommen. Haben Zentralverband wie Messegesellschaft also im Jahr 2023 alles richtig gemacht.
Allerdings war in jeder Halle – so berichteten uns glaubwürdige Aussteller – ein rosa Elefant gesehen worden. Das Tier diente als Werbeträger und war auf der einen Seite mit „Kommt zur iba 2025 und 2027“ beschriftet, auf der anderen Seite stand zu lesen „Kommt zur Südback 2025 und 2027“. Bei mehr als einem Aussteller löste das dann doch eine leichte Irritation aus. Einmal Spaß beiseite: Die Corona-Lockdowns haben die Messen nachhaltig getroffen. Da ist es verständlich, dass jeder versucht, den Schaden zu minimieren. Aktuell sieht es allerdings eher nach Schadensmaximierung aus. Stellen wir uns einmal vor, es hätte keine Lockdowns gegeben. Dann hätten wir 2018, 2021, 2024 und 2027 die iba besucht. In den Jahren 2019, 2020, 2022, 2023, 2025 und 2026 wären wir über die Südback gebummelt. Schauen wir uns jetzt die neue iba-Planung an, kommen wir auf Ausstellungen in den Jahren 2018, 2023, 2025 und 2027. Etatmäßig waren vier Messen geplant, vier würde es auch geben. Würden die Stuttgarter Kollegen nun eine Kollision mit der iba vermeiden – 2023 haben die Schwaben schon zurückgezogen – kämen sie auf Ausstellungen in den Jahren 2019, 2022 und 2024. Für 2026 war man in Stuttgart nach dem neuen Rhythmus von einer iba ausgegangen, hat also gar keine Messe geplant. Am Ende stünden drei Südback-Ausgaben statt sechs – sicher nicht zufriedenstellend aus schwäbischer Sicht. Oder jeweils zwei große Bäckermessen in 2025 und 2027 und dafür keine in 2026. Alles nicht nur verwirrend, sondern auch wenig befriedigend. Normalerweise sind wir ja der Ansicht, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Bei zwei großen Bäckermessen im Herbst 2027 kann man davon aber wirklich nicht mehr sprechen. Die Bäcker werden auch nicht plötzlich die doppelte Zahl an Backöfen, Brötchenanlagen und Läden bestellen können. Es wäre also aus Aussteller- wie Besuchersicht wünschenswert, dass sich die Verantwortlichen an einen Tisch setzen – aus wettbewerbsrechtlichen Gründen natürlich nur bildlich gesprochen – und nach einem Kompromiss suchen. Wir finden jedenfalls, dass Bäckermessen nicht der natürliche Lebensraum von rosa Elefanten sind. Dirk Waclawek Chefredakteur
In der nächsten Ausgabe des Back Journal stellen wir das neue Fachgeschäft der Bäckerei Engel in Beverungen vor, das der Marktkieker-Preisträger zusammen mit dem Ladenbauer AHA konzipiert hat. Bei unserem Besuch gewährte uns Geschäftsführer Ansgar Krawinkel außerdem einen exklusiven Blick in die Vorbereitungsräume des Standortes. Wenn Sie uns dabei begleiten möchten, reicht ein Klick auf das Bild oben. Die komplette Reportage lesen Sie in der November-Ausgabe des Back Journal.
Schön war die iba 2023 – und hoffentlich auch erfolgreich! Begleiten Sie uns auf einen Messebummel per Video – einfach auf das Bild oben klicken!
Trendtour Tübingen mit Jahresabschluss-Essen
Termin: 9. November 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg
VDB-Stollenprüfung Bingen
Termin: 9. November 2023
Veranstalter: VDB Deutschland
10. Stollenprüfung Landesgruppe Sachsen-Thüringen
Termin: 14. November 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen
Betriebsbesichtigung / Jahresabschlussbowling mit gemütlichem Ausklang
Termin: 16. November 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe
Online-Veranstaltung zum Thema „Vermeidung von Lebensmittelverschwendung“
Termin: 24. November 2023
Veranstalter: LG Rhein-Main
53. Wissenschaftliche Informationstagung Termin: 18.01.+19.01.2024 Veranstalter: Berlin-Brandenburgische Gesellschaft für Getreideforschung
Weihnachtstreffen zum Jahresausklang
Termin: 5. Dezember 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg
Jahresausklang im Mühlencafé
Termin: 6. Dezember 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen
Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.
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