NGG warnt vor Aufweichung der Nachtarbeitsbeschränkung

Logo der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Foto: NGG 2021
Nachdem die schwarz-rote Bundesregierung sich auf eine Deregulierung der Arbeitszeiten geeignigt hatte, hat nun die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor den daraus für das Bäckerhandwerk drohenden Folgen gewarnt. NGG-Referatsleiter Rajko Pientka sagte dem MDR, dass nicht Ausweitung der Arbeitszeiten, sondern ihre Verkürzung das Gebot der Stunde sei. 2023 hätten 42.500 Mitarbeiter die Branche verlassen, weil sie mit den Arbeitsbedingungen nicht zufrieden gewesen seien. „Wenn man jetzt noch die Sonn- und Feiertage öffnen möchte, stellt sich die Frage: Wer soll das stemmen?“, meinte er. „Zusätzliches Personal gibt es nicht. Mehrarbeit für die, die da sind, wird die Folge sein.“ Pientka nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass die Tarifbindung im Bäckerhandwerk bei „unter 50 Prozent der Tarifgebiete“ liege, während zugleich eine EU-Richtlinie die EU-Mitgliedsstaaten auffordere, Aktionspläne zur Steigerung der Tarifbindung auf 80 Prozent zu entwickeln. Zur Zeit beschränkt die Bundesgesetzgebung die Sonntagsarbeitszeit von Backstubenmitarbeitern auf drei Stunden, während die der Verkaufsmitarbeiter landesgesetzlich geregelt ist und entsprechend unterschiedlich ausfallen kann.
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Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 11.07.2025
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