Schweiz: Bakery Bakery wehrt sich gegen Vorwürfe
In der Schweiz ist eine Diskussion über die erfolgreiche vegane Bäckerei Bakery Bakery (11 Fachgeschäfte in Bern, Zürich, Basel, Luzern und Winterthur) und die Frage entbrannt, was unter „Nachhaltigkeit“ zu verstehen ist.
Ausgelöst hat die Debatte ein Artikel auf dem Online-Portal Infosperber, in dem bemängelt wird, dass Bakery Bakery seine Produkte in der Produktion frostet und zum Aufbacken in die Filialen bringt. Außerdem kritisiert man, dass man sich auch aus einer anderen Bäckerei beliefern lässt. Es handele sich mithin nicht um Handwerk und sei auch nicht nachhaltig: „Die Firma hat sich ganz profan dazu entschlossen, Backwaren genauso wie viele andere Bäckereiketten herzustellen – nämlich nicht selber, sondern industriell. […] Mit ihrer Produktionsmethode verbraucht ‚Bakery Bakery‘ deutlich mehr Energie als für die traditionelle Produktion von Backwaren nötig ist. Und zwar zuerst für das Schockfrosten, dann für die Lagerung und den Transport bei minus 18 Grad. Und zuletzt für das Aufbacken der kalten oder sogar noch gefrorenen Teiglinge.“
Gründer und Inhaber Kevin Schmid hat sich jetzt gegen diese Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Gegenüber dem Online-Magazin nau.ch wies er auf die große Nachfrage hin, die die Produktionskapazität seiner Backstube übersteige. Weiterhin ermögliche die TK-Anlieferung, den Foodwaste gering zu halten, was nachhaltig sei. Und schließlich müsse man die Kostenstruktur im Blick behalten: „Unser Konzept beruht nicht auf handwerklicher Patisserie, sondern auf bezahlbaren Produkten, die qualitativ hochwertig sind“, sagte er. „Wir positionieren uns nicht als nachhaltige Bäckerei. Wir positionieren uns als verantwortungsvolle Bäckerei.“