Tiefgekühlte Backwaren legen zu
Verbraucher greifen häufiger zu tiefgekühlten Brot- und Backwaren. Die verkaufte Menge stieg im Zeitraum von Juni 2025 bis Juni 2026 um 13 Prozent. Dies steht in einer Studie der Nielsen IQ, über die die Lebensmittel Zeitung berichtete. Die Umsatzsteigerung der TK-Backwaren fiel im Vergleich zum Mengenwachstum niedriger aus. Sie lag bei vier Prozent. Neben größeren Packungen und einer höheren Aktionsintensität – also einem stärkeren Einfluss von Sonderangeboten auf den Absatz – wirkten sich sinkende Kilopreise auf die Umsatzentwicklung aus. Die Auswertung des Marktforschungsunternehmens Nielsen IQ bezieht nur den privaten Konsum der deutschen Verbraucher im klassischen LEH und im Discount mit ein. Nicht berücksichtigt wird der Außer-Haus-Markt. Der Trend zu höheren Absatzmengen von TK-Backwaren zeigte sich bereits für das Jahr 2025. Die Absatzstatistik des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (Dti) gibt ebenfalls Zahlen für den LEH und Heimdienste an und stellte dabei für TK-Backwaren im Jahr 2025 nach dem Einbruch in 2024 ein Plus von 3,9 Prozent fest. Dieses werde dem Dti zufolge vor allem von TK-Brot und -Brötchen getragen, die mit 6,8 Prozent stark zulegten. Auch im Außer-Haus-Markt verzeichnete die Warengruppe Backwaren 2025 einen leichten Mengenzuwachs (+1,7 Prozent).
Die Steigerungen sind Teil eines insgesamt beliebter werdenden Einkaufs in der Tiefkühlabteilung. Laut Nielsen IQ nahm die verkaufte Menge von Tiefkühlkost in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 um 2,6 Prozent zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch von TK-Waren lag 2025 nach der Dti-Statistik bei einem Rekordwert von 51,6 Kilogramm (2024: 50,8 Kilogramm). Bei der Zubereitung gewann der Airfryer im letzten Jahr an Beliebtheit. 41 Prozent der Menschen in Deutschland bereiten Tiefkühlprodukte inzwischen mit diesem Gerät zu, zeigt die Verbraucherbefragung „TK-Trendbarometer“ des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Dti.