Umfrage in Niedersachsen und Bremen ergibt: Mehrwegbecherpflicht erfolglos

Die Betriebe haben überwiegend auf Mehrweg umgestellt, wie von der Politik gefordert. Doch nur weniger als zwei Prozent der Kunden nutzen die Becher. Foto: Alexa / Pixabay 2020
Die Mitglieder des Innungsverbandes Niedersachsen/Bremen trafen sich am 24. April in Cuxhaven zur Landestagung. Im Fokus stand der Kampf des Bäckerhandwerk gegen Herausforderungen wie Energiekrise, Bürokratie und Personalmangel. Insgesamt sei die Zahl der produzierenden Betriebe in Niedersachsen/Bremen von 862 auf 821 Bäckereien im vergangenen Jahr zurückgegangen. 25 Neugründungen waren zu verzeichnen. „Der Dreiklang aus steigenden Energie-, Rohstoff- und Personalkosten hat uns zu Preiserhöhungen von durchschnittlich zehn Prozent gezwungen. Bei über der Hälfte der Betriebe hat sich trotzdem die wirtschaftliche Situation erheblich verschlechtert“, so Landesinnungsmeister Dietmar Baalk. Der aktuellen Verbandsumfrage unter 600 norddeutschen Betrieben nach sind die Energiekosten noch gar nicht final bei den Betrieben angekommen. Außerdem zeige die Mehrwegbecherpflicht keine Erfolge beim Kunden. Der Umfrage zufolge nutzen weniger als zwei Prozent der Kunden die Becher: „Statt Einwegbecher völlig zu verbieten, vergattert sie die Wirtschaft unter dem Mäntelchen von Umwelt- oder Verbraucherschutz zu hohen Investitionen, die dann völlig ins Leere laufen“, so Babette Lichtenstein van Lengerich, Landesbeauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. „Wenn man hier wirklich messbare Erfolge will, muss der Einwegbecher vom Markt verschwinden. Anders geht es nicht, das zeigen unsere Ergebnisse leider eindeutig.“
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Autor
Jessica Escher
Veröffentlicht am 02.05.2023
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