Warnstreik bei Mecklenburger Backstuben in Waren

Foto: geralt / Pixabay 2021
In der Produktion der Mecklenburger Backstuben in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) haben am Freitag, 11. August, 65 von 80 Mitarbeitern der Früh- und Tagschicht die Arbeit niedergelegt. Sie waren einem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gefolgt, die eine „tabellenwirksame Entgelterhöhung“ erstreiten will. Die Löhne sollten ihrer Auffassung zufolge um 2,59 Euro je Stunde erhöht werden. Die Geschäftsleitung des Unternehmens mit rund 46 Fachgeschäften und einem starken TK-Geschäft reagierte mit Unverständnis. Man habe im November 2022 die Löhne um 22 Prozent erhöht und biete jetzt einen Inflationsausgleich von 350 Euro an. Damit sei, wie das Unternehmen mitteilte, „das Ende der Fahnenstange aber auch erreicht. Die Mecklenburger Backstuben GmbH kann ihre erhöhten Kosten nicht 1:1 auf die Preise umlegen und damit an die Kunden weitergeben.“ Die drei Geschäftsführer Günther Neumann, Kathrin Rossa und Dr. Christina Kohn warnten davor, durch maßlose Forderungen „die Existenz unseres Unternehmens und damit auch die rund 460 Arbeitsplätze“ zu gefährden. NGG-Landesgeschäftsführer Jörg Dahms kündigte an, gegebenenfalls auch die Fachgeschäfte zu bestreiken.
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Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 15.08.2023
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