Wenn, dann jetzt!

Preiserhöhungen sind immer pikant. Das ist jetzt nicht anders. Den einen Kunden juckt es nicht, der andere weiß dafür ganz genau, was er für ein Brötchen auf den Tresen zu legen hat und sieht gar nicht ein, dass das jetzt mehr werden soll. Nur: Preiserhöhungen sind jetzt in vielen Fällen unumgänglich. Wobei die gleichen Fragen bleiben: Bin ich der erste oder warte ich auf meine Mitbewerber? Kann ich es mir leisten, am unteren Ende der Range zu agieren, oder bin ich Vorreiter der Preisgestaltung. Der große Unterschied ist, dass viele Kunden jetzt wissen, dass alles teurer wird, die Inflationssau wird aktuell intensiv durchs mediale Dorf getrieben. Doch wielange bleibt das so? Öl- und Spritpreise mögen immer interessieren, doch ob nach Weihnachten noch jemand die Meldungen über steigende Weizenpreise auf dem Schirm hat? Der Zeitpunkt zur Preiserhöhung ist also da. Steht nur noch die Frage im Raum, für welchen Sprung dieser genutzt wird. Denn kurzfristige Entspannung ist wohl nicht zu erwarten – und zwei Erhöhungen in kurzen Abständen könnten den Kunden sauer aufstoßen.
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Autor
Lukas Orfert
Veröffentlicht am 27.11.2021
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