Zahl der Azubis im Bäckerhandwerk geht weiter zurück

Foto: Philippe Ramakers / Pixabay 2020
Anlässlich des Tages des Deutschen Brotes 2023 hat der Zentralverband seine Ausbildungsstatistik für das Jahr 2022 präsentiert. Im vergangenen Jahr befanden sich ihr zufolge 4.211 angehende Bäcker (-11,2 Prozent) und 6.495 Bäckereifachverkäufer (-11,6 Prozent) in der Ausbildung, was einem Gesamtrückgang von 11,4 Prozent entspricht. Im Jahr 2022 bestanden 1.257 Auszubildende ihre Prüfung zum Bäcker, im Bereich Fachverkauf waren es 1.934. 264 Gesellen schlossen erfolgreich ihre Meisterprüfung ab, darunter 86 Frauen, was einer Zunahme von 34,4 Prozent entspricht. Insgesamt sank die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen um 11,7 Prozent. Auch die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund sank um 13,8 Prozent (Anteil an Gesamtzahl: 19,5 Prozent). Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Friedemann Berg betonte, dass die Bundesregierung den Fachkräftemangel mit absoluter Priorität behandeln müsse, um die duale Ausbildung attraktiver zu machen: „Der Akademisierungstrend der vergangenen Jahrzehnte muss gestoppt werden, indem die Berufsorientierung an allen Schulen, insbesondere an Gymnasien, weiter verbessert und ausgebaut wird. Des Weiteren müssen schnell mehr Wohnangebote für Auszubildende entstehen. Überall im Land gibt es Studentenwohnheime, während man Azubi-Wohnheime vergeblich sucht. Die Wohnungsnot in den Städten führt mittlerweile dazu, dass Ausbildungsverträge nicht zustande kommen, weil die Bewerber keinen bezahlbaren Wohnraum finden.“
Teile diesen Post
Nichts mehr verpassen? Dann abonniere unseren Newsletter!

Dieses Formular wird durch Google reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen von Google.

Um dieses Formular abzusenden, benötigen wir Deine Zustimmung zur Nutzung von Google reCAPTCHA.
Autor
Benno Kirsch
Veröffentlicht am 08.05.2023
Kontaktiere uns
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
+49 (0)541 58 05 44-30
©2026 INGER Verlagsgesellschaft mbH