Zuckerindustrie prognostiziert gute Zuckerrübenernte für 2024

Foto: ulleo / pixabay 2018
Die Zuckerrübenernte hat begonnen und die ersten Proberodungen deuten auf einen durchschnittlichen Zuckergehalt und einen guten Ertrag hin. Das teilte die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) in ihrer ersten offiziellen Ernte- und Erzeugungsschätzung für das Jahr 2024 mit. Ausreichend Regen und Sonne im bisherigen Jahresverlauf hätten die Entwicklung der Pflanzen demnach positiv beeinflusst. Die Proberodungen ergaben einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,2 Prozent. Die Anbaufläche ist im Vergleich zur Kampagnenbilanz 2023/2024 von 364.519 auf 385.596 Hektar gewachsen. Der Rübenertrag ist um 0,1 Tonnen pro Hektar und die Rübenanlieferung von etwa 29,8 Millionen auf etwa 31,6 Millionen Tonnen gestiegen. Das Frühjahr war verhältnismäßig kalt und nass, weswegen die Zuckerrüben laut der WVZ teilweise erst sehr spät ausgesät wurden. Das anhaltend feuchte und warme Wetter sorgt derzeit vor allem im Hinblick auf typische Blattkrankheiten wie Cercospora für einen wachsenden Infektionsdruck. Die Schilfglasflügelzikade, die die bakteriellen Infektionen SBR und Stolbur überträgt, breitet sich aus dem Süden kommend in vielen Anbaugebieten aus. Die Folgen: Blattverluste, „Gummirüben“ und Ertragsverluste. Das endgültige Kampagnenergebnis wird vom Verlauf der Rübenkrankheiten, vom Wetter und den Rodebedingungen abhängen.  
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Autor
Alea Brockhaus
Veröffentlicht am 09.09.2024
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